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| Samstag, 29. Oktober 2011 um 16:05 Uhr |
Marathon in Reykjavik – Auch in Island gibt es schönes WetterDas Angenehme (Kennenlernen bisher fremder Länder) mit dem Sportlichen (Marathon) verbinden, nach dieser Devise habe ich mir für meinen Marathon 2011 Reykjavik (1100000 Einwohner) und Island (300 000 Einwohner) ausgewählt. Welche Vorstellungen haben Sie von Reykjavik? Wir waren überrascht, dass wir keine Stadt mit vielen landestypischen Häusern vorfanden, sondern viele neue Wohnviertel, Büro- und Gewerbeflächen. Die Ausflüge führten uns jedoch an viele ungewöhnliche, typische isländische Plätze: Das Wahrzeichen von Reykjavik, die Hallgrimskirche auf einer Anhöhe, Hochtemperaturgebiete in denen Energie geothermisch gewonnen wird, Vulkane und Gletscher aus der Ferne, Wasserfälle, Papageientaucher. Besonders beeindruckt hat mich der Ausflug auf dem „Golden Circle“. Die ist eine klassische Island Rundfahrt, die an einem Tag von Reykjavik zu beeindruckenden Sehenswürdigkeiten der Insel führt: Man besucht im Pingvellir Nationalpark die ehemalige Thing-Stätte der Isländer, die Spalte zwischen der nordamerikanischen und eurasischen Kontinentalplatte (Island wird jedes Jahr 2 cm breiter), den Wasserfall Gullfoss und das Gebiet von Haukadalur mit Geysiren und Thermalquellen.
Nach einigen Ausflügen und Erkundungen war der Spaß vorbei, am Samstag stand der Marathonlauf an. Insgesamt haben 6300 Personen teilgenommen, wovon ca. 600 den Marathon und ca. 1700 den Halbmarathon gelaufen sind. Die äußeren Bedingungen waren hervorragend: 14°, Sonnenschein und kein Wind, allerdings insgesamt etwa 120 Höhenmeter. Die Strecke führte überwiegend am Meer entlang, dass bedeutet schöne Blicke aufs Wasser, aber leider nur wenige Zuschauer, die hier unterstützten. Nach 3:42 Std. war das Ziel erreicht. Geschafft, aber nicht so kaputt, dass man nicht nach einer Ruhepause an einige Veranstaltungen des „Kulturfestes“, das traditionell an diesem Tag stattfindet, teilnehmen konnte. Wir hatten den Eindruck, dass zu diesem Kulturfest alle 300 000 Isländer auf den Beinen waren. Das bunte Veranstaltungsgebot umfasste ca. 3 Zeitungsseiten, von denen wir einige auswählten: Kostenloses Waffelessen im privaten Garten, Brasskonzert vom Balkon eines Privathauses, Musikbands auf Bühnen, Illumination des neuen Konzerthauses, Feuerwerk. Dies war ein schöner Abschluss des anstrengenden Tages. Etwas aufwendig war die An- und Abreise nach Island. Der Flug der Pauschalreise startete in Düsseldorf. Die Hinreise fand noch zu „zivilen“ Zeiten statt, aber die Rückreise sind wir um 0.45 Uhr angetreten, incl. Zeitverschiebung trafen wir dann um 6.00 Uhr in Düsseldorf ein, dann ging es per Zug wieder nach Hannover. Völlig übermüdet, aber mit herrlichen Eindrücken und einem guten Laufergebnis im Gepäck trafen wir dann gegen 10 Uhr in Hannover ein. Wolfgang Neumann |