Venice Marathon am 25. Oktober 2009 Jetzt, bei Minus 7 Grad denke ich an Sonne und Wärme. Dabei ist mir eingefallen, dass es noch keinen Bericht vom Venedigmarathon gibt. Elke, Wolfgang Rudi und ich sind gemeinsam am 23. Oktober 2009 nach Venedig geflogen. Nachdem wir unsere Wohnungen erreicht haben (Streik der Vaporetti Fahrer) machten wir uns auf, um unsere Startunterlagen zu holen. Für die Zeit in Venedig haben wir uns eine 7- Tage Karte gekauft, die wir für alle Vaporetto (Boote) Touren benutzt haben. Das Stadtbild Venedigs ist schön wie kein anderes. Es ist Theaterkulisse pur. Besonders das Funkeln des Canal Grande bei Nacht. Aber auch die Lagune – ein Binnenmeer bietet viele Möglichkeiten. Ausflüge auf die Inseln Murano, Burano, Tocello, Sant’ Erasmo und Lido sind wunderschön. Aber jetzt noch etwas vom Marathon. Es war für mich mal wieder ein Marathon nach fast 3 Jahren. Der Zieleinlauf in Venedig ist wegen seiner 14 Brücken (kleine Kanäle) einfach unbeschreiblich. Der Venedig-Marathon wird in Stra, ca. 30 km von Venedig entfernt, gestartet und führt dann ungefähr 20 km entlang des romantischen Flusses Brenta. In den Ortschaften wie Dolo, Mira, Oriago, Marghera, die auf diesem Streckenabschnitt durchlaufen wurden, spielen zur Freude der Läufer einige Musikgruppen und tragen somit zu deren Motivation bei. Die wird auch benötigt. Anschließend passieren die Läufer Mestre und laufen dann nach Venedig. Lediglich die letzten 4 km läuft man durch Venedig selbst. Dennoch konnte man ein paar Eindrücke von Venedig aufschnappen und so bleibt in Erinnerung, der Lauf über die Friedensbrücke auf Venedig zu, das Wasser links und rechts und der dabei wahrzunehmende typische Meeresgeruch und die Wärme der Sonne. Ebenso die zahlreichen Kanäle, welche überquert werden mussten, eigens für den Marathon waren die Brücken mit Rampen versehen, die man hoch und runter laufen musste. Bei Kilometer 41 passierte man noch den Markusplatz und war kurz darauf im Ziel, ich mit 4:18 Stunden. Wolfgang war schon im Ziel. Das Sahnehäubchen sind zweifellos die Gondeln, die wahrscheinlich seit 1000 Jahren schon so aussehen, lang und schmal. Das Gondelemblem war die Medaille.
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